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05.03.2026
16:33 Uhr
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Wenn er schon das Völkerrecht bricht, sollte US-Präsident Trump wenigstens sonst vernünftige Ziele haben. Doch es ist unklar, was er in diesem Irankrieg will.

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Trumps Krieg gegen den Iran ist ein Verstoß gegen das zwischenstaatliche Aggressionsverbot – und somit ein Bruch des Völkerrechts. Doch die Unrechtmäßigkeit des Angriffs ist hier nicht einmal das Hauptproblem. Der liebenswerte deutsche Brauch, Kriege und Interventionen zunächst einmal völkerrechtlich gründlich abzuklopfen, stößt bei diesem amerikanischen Präsidenten lange schon an Grenzen. Donald Trumps Außenpolitik am internationalen Recht zu messen, ist sinnlos. Trump beansprucht gar nicht, im Einklang mit allgemein akzeptierten Normen zu handeln. Er brauche kein Völkerrecht, hat er kürzlich in aller Offenheit gesagt, ihm reiche seine "eigene Moral".