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07.01.2026
18:29 Uhr
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Trumps Fantasie, sich Grönland einzuverleiben, ist für Europa ein Albtraum. Wie kann man den Mann in die Schranken weisen, der für Frieden in der Ukraine sorgen soll?

Die gemeinsame Erklärung der Europäer sollte Stärke demonstrieren – und machte doch vor allem das Dilemma deutlich, in das Trumps außenpolitischer Kurs den Kontinent einmal mehr gestürzt hat. Es sei "allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen", hieß es in dem am Dienstag dieser Woche veröffentlichten Joint Statement on Greenland. Souveränität, territoriale Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen seien universelle Grundsätze, die man verteidigen werde. Sprich: Finger weg von Grönland, Mister President. Zugleich heißt es in der Erklärung, die "Sicherheit in der Arktis" bleibe eine Priorität für Europa und sei von entscheidender Bedeutung für die internationale und transatlantische Sicherheit. Was kein Widerspruch ist zu Trumps Behauptung, es gehe in Grönland um wichtige strategische Interessen und die Freiheit von Seefahrtswegen. Europa ist mal wieder im Drahtseil-Modus.