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14.01.2026
19:01 Uhr
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Bisher umschmeichelte die AfD Donald Trump bedingungslos. Doch seit der Grönland-Debatte merkt die Partei: Zu viel Maga könnte ihr schaden.

Die Wende kam unerwartet, selbst innerhalb der AfD rieb sich manch Abgeordneter die Augen: Mit deutlichen Worten ging die AfD-Spitze am Dienstag auf Distanz zu Donald Trump, nachdem der mit militärischer Gewalt den venezolanischen Staatschef Maduro entführen ließ und nun immer lauter über eine Besetzung Grönlands nachdenkt. Nach der Fraktionssitzung gab Parteichefin Alice Weidel jedenfalls ein überraschendes Statement ab. Sie warf Trump vor, eines seiner zentralen Wahlversprechen nicht gehalten zu haben, sich nämlich nicht in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Sie betonte die durchaus absurde Lage, dass bei einer militärischen Verteidigung Grönlands durch europäische Nato-Truppen mit General Alexus Grynkewich ein US-Amerikaner das oberste Kommando hätte – und als solcher eine mögliche US-Aggression abwehren müsste. Obendrein würde das Vorgehen Trumps die Friedensverhandlungen mit der Ukraine torpedieren und somit deutsche Sicherheitsinteressen. Selbst der als Russland-Freund bekannte Tino Chrupalla sprang Weidel bei: "Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind."