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03.01.2026
16:39 Uhr
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Die US-Militäraktion gegen Venezuela ist nicht nur schlicht völkerrechtswidrig. Donald Trumps Vorgehen birgt weltpolitisch unüberschaubare Risiken.

Noch ist der Tag gefüllt mit mehr Fragen als Antworten. Aber so viel kann man schon sagen: Es ist ein Tag, der die Gegenwartsgeschichte aufbricht, sie in ein Davor und ein Danach teilt. Die Axt, die der amerikanische Präsident an die Weltpolitik gesetzt hat, ist diese: In der europäischen Nacht zum Samstag haben die Vereinigten Staaten Venezuela aus der Luft angegriffen, den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro und seine Frau festgenommen und außer Landes gebracht, wie Donald Trump verkündete. Der demokratisch gewählte Präsident der USA hat eigenmächtig entschieden, den diktatorisch regierenden Präsidenten von Venezuela gleichsam von außen aus seinem Amt zu entfernen – und zwar ohne dafür ein Mandat etwa des US-Kongresses zu haben und offenbar ohne zuvor Alliierte zu konsultieren. Nicolás Maduro hat sicher keinerlei Sympathie verdient. Aber Trumps Vorgehen ist brandgefährlich.