Zeit 08.01.2026
14:50 Uhr

(+) US-Einfluss auf den Ölmarkt: Das ist die Entmachtung der OPEC


Von Alaska im Norden bis ins südliche Feuerland: Donald Trump baut an einem Ölimperium, das es so noch nicht gegeben hat. Eine kaum beachtete Rolle dabei spielt Guyana.

(+) US-Einfluss auf den Ölmarkt: Das ist die Entmachtung der OPEC
Kein US-Präsident vor Donald Trump hatte bisher eine solche Macht über die globalen Energiemärkte. Dabei ist die jüngst erzwungene Wiedereröffnung der venezolanischen Öl- und Gasvorkommen nur ein – wenn auch langfristig bedeutender - Teil davon. Durch ihre militärische und wirtschaftliche Dominanz hat die US-Regierung de facto die Kontrolle über den nach wie vor entscheidenden fossilen Brennstoffsektor von Alaska bis Feuerland übernommen. Den größten Teil stellt die Produktion im eigenen Land dar. Dank des Frackings, einer von Umweltschützern kritisierten Fördermethode, sind die USA über die vergangenen Jahrzehnte wieder der weltweit größte Rohölproduzent geworden. Die tägliche Fördermenge erreicht knapp 14 Millionen Barrel Rohöl. Zum Vergleich: Der zweitgrößte Produzent, Saudi-Arabien, pumpt derzeit etwa 9,5 Millionen Barrel pro Tag, die Nummer drei, Russland, knapp über neun Millionen.