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05.03.2026
16:33 Uhr
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Trump ist nicht zu trauen. Dennoch stößt er mit dem Krieg gegen den Iran eine politische Transformation an, die kaum noch umkehrbar ist.

Kein denkender und fühlender Mensch unterstützt leichten Herzens einen Krieg. Erst recht keinen Krieg, den Donald Trump und Benjamin Netanjahu führen, denen die Welt (auch die Mehrheit der Amerikaner und Israelis) weithin misstraut. Dennoch gibt es gute Gründe, den Angriff auf den Iran, der seit dem vorigen Wochenende den Nahen Osten erschüttert und viele rund um den Globus ängstigt und aufwühlt, für richtig zu halten. Grund dafür ist eine letztlich einfache Tatsache: Seit fast fünfzig Jahren, seit der Gründung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979, lässt sich mit diesem Staat nicht in Frieden leben. Das iranische Nuklearprogramm, ein mit zahllosen Täuschungsmanövern vorangetriebenes Projekt, ergibt nur einen Sinn, wenn man nach Atomwaffen strebt. Doch dies ist nur das im Westen bekannteste Beispiel für die von Teheran ausgehende Destruktivität und Aggression. Von der Hisbollah im Libanon bis zu den Huthis im Jemen hat der Iran ein System militanter Kräfte aufgebaut, die im Namen des "Widerstands" gegen Israel und seine Verbündeten ganze Länder in chaotische, verelendete Kampfzonen verwandelt haben.