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26.12.2025
16:32 Uhr
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Nächte auf der Couch, tagelange Funkstille, harte Worte von Freunden: Menschen erzählen, wann ihr Trennungs-Frühwarnsystem Alarm hätte schlagen müssen.

Frau, 29 Ich war 23 und traf ihn am ersten Tag meines Erasmus-Semesters in Dänemark. Er war jünger als ich und kam aus Barcelona. Er sah viel lässiger aus als die anderen Jurastudenten, was ich cool fand. Auf einer Party küssten wir uns das erste Mal. Es war eine perfekte Erasmusliebe – und dabei hätten wir es auch belassen sollen. Aber wir versuchten es mit einer Fernbeziehung. Er feierte extrem viel, war psychisch instabil und hat viele Drogen genommen. Ich habe das verurteilt und bin in Bezug darauf eher konservativ. Er hat jedes Wochenende geballert und war dann die erste Wochenhälfte vollkommen antriebslos. Lange dachte ich, er sei depressiv. Ich wollte für ihn da sein. Aber nach einiger Zeit verschwand meine Geduld. Er tat sich das ja selbst an. Ich wollte nicht mehr Montag bis Mittwoch Seelsorge sein, und den Rest der Woche ist Funkstille.