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14.01.2026
20:29 Uhr
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In einem Hamburger Mietshaus ersticht ein Mann seine Frau in einem Gewaltrausch. Es bleibt ein dreijähriger Junge zurück – und ein Gericht, das kein Tatmotiv findet.

Bis zum 2. Januar 2025 hätte man das hell verklinkerte Mehrfamilienhaus im wohlhabenden Hamburger Norden eine Idylle nennen können. Das Haus liegt nur wenige Hundert Meter entfernt von einem beschaulichen Wanderweg im Grünen entlang des Tarpenbek-Bachs. Hier leben vor allem junge Familien. Doch um 20.28 Uhr, es war ein Donnerstag, fand diese gutbürgerliche Ruhe ein jähes Ende: Der 38-jährige Daniel Sauter* erstach seine Frau, die Mutter seines Kindes Tim, im Treppenhaus. Sein irres Motiv wird er später vor den Ermittlern erklären: Er habe seinen dreijährigen Sohn schützen wollen, den seine Mutter mit Kokain vergiftet habe.