Zeit 14.02.2026
10:47 Uhr

(+) Tödlicher Vorfall in Hamburg-Wandsbek: Eine Stadt in Ohnmacht


Nachdem ein Mann in Hamburg die 18-jährige Fatemeh Z. mit sich vor eine U-Bahn riss, streitet die Politik über die Lehren. Aber sie setzt an der falschen Stelle an.

(+) Tödlicher Vorfall in Hamburg-Wandsbek: Eine Stadt in Ohnmacht
Seit bald zwei Wochen nun kreist Hamburg um die Frage, warum die 18-jährige Fatemeh Z. sterben musste. Wieso der 25 Jahre alte Ariop A., ein Geflüchteter aus dem Südsudan, sie mit sich vor eine einfahrende U-Bahn zerrte. Aber da sind keine Antworten, nur Streit. Und viel Lärm. 36 Stunden nach der Tat hielt die AfD eine "Mahnwache" am U-Bahnhof Wandsbek-Markt ab, um den Fall als Beleg einer angeblich "tödlichen" Asylpolitik für sich zu nutzen. Kaum wurde die Demo bekannt, riefen auch Linksradikale dazu auf, sich dort zu versammeln. Vor Ort übertönten sich dann beide Gruppen, das Gedenken an die ermordete Fatemeh Z., die alle nur Asal nannten, ihre trauernden Freunde und Verwandte, gerieten beinahe zur Nebensache.