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22.01.2026
05:39 Uhr
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TikTok spaltet das US-Geschäft ab. Ein Joint Venture soll nun über die Daten von US-Bürgern walten. Allein ist eine Frage immer noch unbeantwortet: Was bringt's wirklich?

Plötzlich waren die Videos weg: Vor einem Jahr konnten 170 Millionen US-amerikanische Nutzer TikTok nicht mehr aufrufen. Statt der beliebten Kurzvideos bekam man dort nur den Hinweis angezeigt, dass es in den USA ein entsprechendes Gesetz gebe, das die App verbiete, aber der künftige US-Präsident Donald Trump sei dabei, TikTok wiederherzustellen. Nach 14 Stunden ging die App wieder online. TikTok spielte mit dem Hinweis auf ein Gesetz an, das der US-Kongress 2024 verabschiedet und das Unternehmen vor eine unbequeme Wahl gestellt hatte: Entweder ihr verkauft euer US-Geschäft – oder ihr werdet aus den App-Stores in den Vereinigten Staaten verbannt. Anlass für dieses Ultimatum waren Sicherheitsbedenken. Die USA fürchten, Daten aus der App könnten an die chinesische Regierung abfließen, US-Bürgerinnen ausgespäht oder manipuliert werden. Mehrfach hatte TikTok versucht, diese Vorwürfe auszuräumen. Vergeblich.