Zeit 05.03.2026
09:43 Uhr

(+) "The Chronology of Water": Leicht verwässert


Der Hollywoodstar Kristen Stewart will mit ihrem Regiedebüt "The Chronology of Water" unbedingt große Kunst schaffen. Zum Glück ist die Romanvorlage das ohnehin.

(+)
Manche Bücher sind so groß, dass sie nicht in einen Film passen. The Chronology of Water ist eines davon, der autobiografische Roman von Lidia Yuknavitch. Man kann kaum glauben, dass es nur ein einziges Leben ist, aus dem die amerikanische Schriftstellerin darin erzählt: Sie beginnt mit ihrem Vater, der sie missbraucht, mit dem Leistungsschwimmen und der Drogensucht und endet mit dem kleinen Frieden, den sie in der Literatur findet. Es ist ein chaotisches, lyrisches, sinnliches Werk über die Kraft der Sprache. In ihrem Regiedebüt versucht Kristen Stewart, diese Geschichte in Bilder zu übersetzen. Stewart ist ein Hollywoodstar, aber aus der blassen Rolle der Bella Swan im Vampirfilm Twilight (2008) hat sie sich längst freigekämpft. Für die Rolle der Princess of Wales in Spencer (2021) war sie für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Nach mehreren Kurzfilmen ist The Chronology of Water, für den sie auch das Drehbuch schrieb, ihr erster Langfilm.