Zeit 07.12.2025
21:44 Uhr

(+) "Tatort" Münster: Weil ich zu alt für den Scheiß bin


Da bleibt sogar Kommissar Thiel die Stimme weg: Der Münsteraner "Tatort" verabschiedet eine seiner besten Nebenfiguren, die kettenrauchende Staatsanwältin Klemm.

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Großer Bahnhof zum Abschied einer Nebenfigur. Die neue Münsteraner Tatort-Folge Die Erfindung des Rades (WDR-Redaktion: Sophie Seitz) ist die letzte mit Staatsanwältin Wilhelmine Klemm, weil deren Darstellerin Mechthild Großmann nach 47 Auftritten in 24 Jahren auf eigenen Wunsch aus der Reihe ausscheidet. Gefehlt hatte Großmann nur im sechsten ARD-Sonntagabendkrimi aus Münster – Eine Leiche zu viel von 2004. Klemm war zweifellos ein Charakter im emphatischen Sinne des Wortes, wenn auch nicht in der Art, wie das die aktuelle Folge nachträglich gern mythologisieren würde. Da stammelt der bewegte Thiel (Axel Prahl) am Ende nämlich: "Dürft ich's vielleicht noch einmal hören", um auf einen Standardsatz der Staatsanwältin anzuspielen.