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25.11.2025
09:31 Uhr
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Die Politik will Frauen und Mädchen besser vor Männergewalt schützen – etwa durch elektronische Fußfesseln. Viel verändern wird das nicht. Was stattdessen helfen würde

Es gab eine Zeit, da galten Schläge in der Kindererziehung als angemessen und Gewalt in der Partnerschaft als Privatsache. Heute ist beides sozial geächtet und strafbar. Trotzdem findet die Gewalt weiter statt. Darauf wird gerade zu Anlässen wie dem heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Einem neuen Lagebild des Bundeskriminalamts zufolge registrierte die Polizei 2024 mehr als 170.000 Opfer von Partnerschaftsgewalt, 80 Prozent waren weiblich. Diese polizeilich registrierten Fälle sind jedoch nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fälle: Laut einer neuen Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts werden bloß fünf Prozent der Übergriffe angezeigt.