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03.12.2025
19:22 Uhr
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Links und kampflustig: Geraldine Rauch war eine Frau ihrer Zeit, als sie 2022 Präsidentin der TU Berlin wurde. Ihre Abwahl zeigt, wie sehr sich die Uniwelt verändert hat.

Die Vorsätze, mit denen Geraldine Rauch im Jahr 2022 in ihr Amt als Präsidentin der TU Berlin einzog, waren groß, vielleicht zu groß: prekäre Anstellungsverhältnisse wollte sie abschaffen, Diskriminierung gegen Minderheiten und Frauen bekämpfen, die Konflikte der Welt und der Gesellschaft in ihrer Universität verhandelt sehen und dabei selbst noch als Person des öffentlichen Lebens wahrgenommen werden. Nun verlor sie die Wiederwahl zur Präsidentin, sie wurde abgewählt. Ein Ende, das zu erwarten war – und an dem sich einiges ablesen lässt über die Veränderungen, die die Hochschulwelt in den vergangenen Jahren durchlebt hat.