Zeit 15.02.2026
17:49 Uhr

(+) Superreiche: "Die Superreichen merken, dass sie damit durchkommen"


Der französische Soziologe Grégory Salle forscht zu Milliardären und Eliten. Er sagt: Wer so reich ist, gewöhnt sich daran, Gesetze zu brechen.

(+) Superreiche:
Gelten für Milliardäre keine Regeln? Der Soziologe Grégory Salle erkennt im Fall Jeffrey Epstein auch den strukturellen Machtmissbrauch einer enthobenen Elite. DIE ZEIT: Herr Salle, die Epstein-Akten enthüllen ein global verknüpftes Netzwerk aus Mächtigen und Multimillionären. Sie forschen zu Superreichen. Haben die Akten Sie überrascht? Grégory Salle: Die Grausamkeit des Systems, ja, die hat mich überrascht. Hoffentlich betrifft das nur wenige Superreiche. Aber wir müssen erkennen: Epsteins Macht ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom einer schwerreichen Parallelwelt. Die Dokumente enthüllen gnadenlos, dass man mit Geld fast alles kaufen kann – sogar Kinder. Ich werfe natürlich nicht allen sexuelle Ausbeutung vor. Aber Exzesse? Ja. Machtmissbrauch? Ja. Diese Menschen leben in einer Welt, in der sie sich selbst als Helden inszenieren.