Zeit 28.11.2025
12:39 Uhr

(+) Studio Museum in Harlem: Nicht unvermeidlich, sondern hart erkämpft


Mitten im Trumpschen Kulturkampf feiert in New York das Studio Museum für schwarze Kunst eine sensationelle Wiederauferstehung.

(+) Studio Museum in Harlem: Nicht unvermeidlich, sondern hart erkämpft
Nach sieben Jahren Umbau und einem Skandal hat das Studio Museum in Harlem gerade ein "neues Zuhause" bezogen. Auf dem Martin Luther King Jr. Boulevard, kurz hinter der Kreuzung mit dem Malcolm X Boulevard, stapeln sich anthrazitfarbene Rechtecke zu einem gewaltigen Gebäude: insgesamt sieben Etagen, die eigentlich nur sechs Stockwerke sind, weil die Amerikaner das Erdgeschoss mitzählen. Über dem Eingang des Museums hängt rechts, ein wenig in die Ecke gedrängt, der von David Hammons entworfene Star-Spangled Banner, hier jedoch in den rot-schwarz-grünen Farben der panafrikanischen Fahne. Der Wind hat das Kunstwerk ein paarmal zu oft um den Mast gewickelt, als dass es noch frei wehen könnte, aber das ließe sich vergleichsweise einfach beheben. Im Gegensatz zu dem allgemeinen Klima, in dem das eindrucksvolle Museum für die Kunst der afrikanischen Diaspora gerade eröffnet wurde.