Zeit 06.02.2026
10:31 Uhr

(+) Studie zur Vermögensteuer: Was bringt eine Vermögensteuer wirklich?


Sie könnte die Staatseinnahmen erhöhen und die Ungleichheit bekämpfen, hoffen die Befürworter einer Vermögensteuer. Eine neue Studie zeigt, ob das klappen kann.

(+) Studie zur Vermögensteuer: Was bringt eine Vermögensteuer wirklich?
Glaubt man der Linkspartei, macht sich die Regierung die Arbeit unnötig schwer. Gleich zwei aus ihrer Sicht große Probleme könnte sie der Partei zufolge mit einem einzigen Instrument gleichzeitig bekämpfen: Die Finanznot des Bundes einerseits und die enorme Vermögensungleichheit in Deutschland andererseits. Die Bundesregierung müsste dafür nur etwas wagen, das vor allem für die CDU ein Tabu ist: Sie müsste in Deutschland die Erhebung der Vermögensteuer wieder einführen. Um das Potenzial einer solchen Steuer zu beziffern, hat die Linke Steuerexperten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einer Studie dazu beauftragt, ihre Vorschläge für eine Vermögenssteuer durchzurechnen. Die ZEIT konnte die Untersuchung vorab einsehen: Das Steueraufkommen würde demnach bei einem einheitlichen Steuersatz von einem Prozent auf Vermögen ab einer Million Euro theoretisch bei 42 Milliarden Euro pro Jahr liegen. Bei einem stark progressiven Steuertarif, der hohe Vermögen mit steigenden Steuersätzen belastet, wie ihn die Linke fordert, wären es sogar bis zu 147 Milliarden Euro.