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02.01.2026
19:29 Uhr
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Was macht den Zauber des Universums aus? Vier Schriftsteller blicken für uns ins All. Sie sehen Geschichten alter Seefahrer, tiefe Sehnsucht, Götter und Verbundenheit.

Lange bevor Menschen für Instagram vor Teleskopen posierten, lange bevor sie überhaupt Teleskope besaßen, ja, lange schon vor der Erfindung der Schrift haben Menschen nach oben geschaut. Wahrscheinlich seit Anbeginn der Menschheit. Jedenfalls zeugen heute noch Spuren aus dunkler Vorzeit vom Blick zu den Sternen. Der war schließlich auch nützlich. Das Firmament gab den Menschen Orientierung für den irdischen Alltag. Die Sterne strukturierten das Jahr, halfen bei der Navigation und gaben Anschauung für mythische Erzählungen und astrologische Deutungen. Doch der Sternenhimmel hat den Menschen nicht nur zu Nützlichem motiviert. Auch die Künste profitierten von seinem Einfluss, das zeigt ein Blick in die Kulturgeschichte – und insbesondere in die Literatur und Dichtung. Meditationen über das All bei Marc Aurel, die astronoetischen Glossen von Hans Blumenberg oder moderne Science-Fiction-Werken: Die unendlichen Weiten des Universums spiegeln sich in den unendlichen Weiten menschlicher Kreativität. Wir haben vier Schriftsteller gebeten, uns von ihrer Faszination am Universum zu berichten.