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29.12.2025
10:08 Uhr
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Katarina Barley, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, droht Techfirmen mit härteren Regeln für Kinder. Meta-Manager Semjon Rens wehrt sich: Manche Kritik sei nicht seriös.

DIE ZEIT: Frau Barley, das Europäische Parlament, dessen Vizepräsidentin Sie sind, hat sich gerade für härtere Regeln ausgesprochen, um Minderjährige vor negativen Einflüssen durch soziale Medien wie Instagram, TikTok oder YouTube zu schützen. Geht es nicht mehr ohne staatliche Verbote und Gebote? Katarina Barley: Es geht nicht um ein Verbot, sondern ein Mindestalter. Wir sehen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Risiken sozialer Netzwerke einzudämmen. Die Stundenzahl, die Minderjährige dort verbringen, ist enorm hoch. Depressionen, Selbstverletzung, Einsamkeit und Schlafstörungen haben unter Kindern und Jugendlichen ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Daher müssen wir die Plattformen stärker in die Pflicht nehmen.