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14.02.2026
11:35 Uhr
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Mathias Hafele überprüft, ob Skispringer mit ihren Anzügen schummeln. Warum der Schritt die neuralgische Stelle ist – und welche Schlagzeilen er für Quatsch hält.

Mathias Hafele, 43, kontrolliert seit Beginn dieser Saison hauptamtlich für die FIS, den Internationalen Skiverband, die Anzüge der Skispringer. Zuvor war er selbst in dem Sport aktiv, nach seiner aktiven Karriere war er als Servicetechniker des österreichischen und später des polnischen Teams tätig. DIE ZEIT: Herr Hafele, halten wir Sie gerade von der Arbeit ab? Mathias Hafele: Im Moment geht es. Aber in den vergangenen Tagen hatte ich mit einem Kollegen, der mich unterstützt, Vollalarm. Vor den Olympischen Spielen reichen alle Nationen neue Anzüge ein. Das ist nötig, weil sie hier bei Olympia werbefrei sein müssen und somit anders als bei den Weltcup-Springen. Wir mussten deshalb alle Anzüge der Skispringer und Skispringerinnen sowie der nordischen Kombinierer dem sogenannten technical approval unterziehen, der technischen Kontrolle. Das heißt: Die Delegationen der Athletinnen und Athleten kamen nach einer von uns festgelegten Reihenfolge zu uns in ein Hotel in Predazzo, legten uns die Anzüge vor und wir begannen unsere Arbeit. War alles in Ordnung, erhielten die Anzüge einen Chip und die Person, der er gehört, darf am Wettkampf teilnehmen.