Zeit 06.03.2026
08:31 Uhr

(+) Siedlungen im Westjordanland: "Dieses Land ist unser"


In den Siebzigerjahren werden radikale Siedler in Israel zur politischen Macht. Sie haben nicht vor, sie wieder abzugeben.

(+) Siedlungen im Westjordanland:
Ein junger Mann wird auf Schultern getragen. Lächelnd breitet er die Arme über der Menschenmenge aus, die Augen geschlossen. Fast scheint es, als sei er dem Jubel seiner Anhänger vor Glück entrückt. Es ist der 8. Dezember 1975, und Hanan Porat, ehemaliger Fallschirmjäger und bedeutendster Anführer der gerade gegründeten Siedlerbewegung Gusch Emunim, des "Blocks der Getreuen", hat seinen wichtigsten Sieg errungen. Achtmal waren er und seine Anhänger von der israelischen Armee aus Sebastia, einer alten Bahnstation im Westjordanland, vertrieben worden. Doch stets kehrten sie zurück, sangen und tanzten für die Kameras, um dort siedeln zu dürfen, wo es das Völkerrecht verbietet.