|
03.12.2025
10:00 Uhr
|
In der Turnhalle, im Klassenzimmer oder auf dem Schulweg: Schüler werden auch von Gleichaltrigen sexuell missbraucht. Eine Fallstudie zeigt: Gewalt kommt nicht plötzlich.

Ende der 9. Klasse eskalierte eine jahrelange Quälerei, erzählt Amalia B.: "Mehrere Mitschüler drückten mich bäuchlings auf einen Tisch im Klassenraum und versuchten, mir Stifte in den Hintern zu stecken." Heute ist die 26-Jährige eine trans Frau, ging aber in den 2010er-Jahren als Junge zur Schule. Sie sagt, etwa vier bis sechs Jungs seien beteiligt gewesen und rund zehn Mitschüler und Mitschülerinnen hätten um den Tisch gestanden und zugesehen. Sie nannten sie "Schwuchtel". B. glaubt, die ganze Klasse habe die Gewalt mitbekommen, "keiner hat geholfen".