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21.11.2025
10:58 Uhr
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Niedersachens Justizministerin Kathrin Wahlmann will Catcalling unter Strafe stellen. Ihre sächsische Amtskollegin Constanze Geiert hat damit ein grundsätzliches Problem.

DIE ZEIT: Frau Wahlmann, Frau Geiert, haben Sie persönlich schon Erfahrungen mit sogenanntem Catcalling gemacht? Kathrin Wahlmann: Zumindest nicht in den letzten Jahren. Als Jugendliche werde ich das aber bestimmt mal erlebt haben. Bei Catcalling reden wir über sexuelle Belästigung ohne Körperkontakt. Den Begriff finde ich problematisch. Er vergleicht Frauen und Mädchen, die ja in der Regel die Opfer solchen Verhaltens sind, mit Kätzchen. Ich finde das erniedrigend. ZEIT: In Umfragen geben etwa 90 Prozent der Frauen an, sie seien schon verbal belästigt worden. Wie ist das bei Ihnen, Frau Geiert?