|
15.12.2025
19:41 Uhr
|
Manche Kinder können sich schlecht allein beschäftigen. Wie kann man ihnen dabei helfen? Warum Eltern es oft nur noch schlimmer machen.

Es gibt kleine Kinder, die sich lange und konzentriert allein beschäftigen können. Andere wiederum nehmen nach wenigen Minuten ihre Eltern in Beschlag: "Spielst du mit? Hilfst du mir? Mir ist langweilig!", tönt es dann aus dem Kinderzimmer. Und Eltern, die in diesem Moment vielleicht gerade die Spülmaschine ausräumen oder eine letzte Mail wegschicken wollten, fragen sich, wie es ihnen gelingen kann, dass ihr Kind sich länger allein beschäftigt. Laut Experten tun sie gut daran. Denn alleine spielen zu können schenkt nicht nur Eltern ein paar ruhige Minuten mehr, sondern fördert auch die Entwicklung des Nachwuchses. "Im Alleinspiel erkunden Kinder die Welt, beschäftigen sich mit eigenen Gedanken, Wünschen und Fantasien, lernen so, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren und dass sie Kompetenzen und einen Einfluss haben", sagt Tillmann Kreuzer. Der psychoanalytische Pädagoge lehrt am Institut für Lernen unter erschweren Bedingungen der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich.