Zeit 27.01.2026
17:59 Uhr

(+) Schwächen der Wissenschaft: Wem schlechte Forschung nützt


Gezielt schlachten Wissenschaftsfeinde die Schwächen des Forschungsbetriebs aus. Der kann sich nur dann schützen, wenn er sich endlich mit den eigenen Fehlern befasst.

(+) Schwächen der Wissenschaft: Wem schlechte Forschung nützt
Noch bevor Sie diesen Absatz zu Ende gelesen haben, ist eine neue Studie erschienen: Alle fünf Sekunden publiziert durchschnittlich irgendwo auf der Welt eine Forscherin oder ein Forscher einen wissenschaftlichen Aufsatz. Im Jahr 2026 werden etwa sechs Millionen Paper zusammenkommen. Das sind mehr neue Veröffentlichungen als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Mengenmäßig ist die Wissenschaft also erfolgreich wie nie. Zack, schon wieder eine neue Erkenntnis! Doch diese wummernde Fortschrittsmaschine macht auch Fehler. Sie läuft heiß, produziert Ausschuss, wird nicht ausreichend gewartet. Und nun, da Populisten weltweit die Wissenschaft angreifen, wird das mehr denn je zum Problem. Denn jede Schwachstelle im Forschungssystem lädt zu Attacken auf dessen Freiheit ein.