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25.02.2026
05:34 Uhr
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Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson schafft, woran Joe Chialo scheiterte: Museen und Theater bekommen weniger Geld. Ganz ohne Shitstorm. Wie macht sie das?

DIE ZEIT: Frau Wedl-Wilson, wir hören aus der Berliner Kulturbranche, dass sich die Aufregung um die Kürzungen gelegt hat. Wie ist Ihnen das gelungen – und wie ist aktuell die Stimmung zwischen der Senatorin und der Kulturszene? Sarah Wedl-Wilson: Wir sind im Gespräch. Und ich glaube, das ist das Wichtigste. Ich setze auf Kommunikation. Wir müssen uns aber ehrlich fragen: Was haben wir zu meistern, wie weit können wir gehen als Senatsverwaltung? Wie viel Geld steht zur Verfügung? Die Kulturschaffenden müssen genauso ehrlich sein: Was können wir hinkriegen, und was wären die Konsequenzen, wenn wir diese oder jene rote Linie überschreiten? Letzten Freitag erst hatte ich ein wirklich hartes Gespräch mit Thomas Ostermeier von der Schaubühne – vor Ort, im Theater. Das funktioniert nicht aus dem Elfenbeinturm meines Büros in der Senatsverwaltung heraus.