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21.02.2026
07:55 Uhr
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Der Wintertourismus boomt. Auch dank der Arbeit von Tausenden, die für eine Saison in die Schweizer Berge kommen. Christophe Clivaz hat untersucht, wie es ihnen geht.

DIE ZEIT: In den Schweizer Wintersportorten herrscht in diesen Wochen Hochbetrieb. Wie wahrscheinlich ist es, dass man als Gast einem Einheimischen begegnet, wenn man in eine Gondel einsteigt oder in einem Berghaus isst? Christophe Clivaz: Je kleiner der Ort, desto eher funktioniert das Geschäft noch wie vor 30 Jahren: Einheimische, die im Sommer in der Landwirtschaft tätig sind, reichen Ihnen den Skibügel, arbeiten als Skilehrer oder bedienen Sie im Restaurant. In den großen Destinationen treffen Sie hingegen auf Tausende, die aus anderen Teilen der Schweiz oder aus dem Ausland kommen, um während der Wintersaison, wenn es viel Personal braucht, ihr Geld zu verdienen. Franzosen arbeiten gerne in den französischsprachigen Skigebieten, in der Deutschschweiz trifft man viele Portugiesen, Italiener, Polen und Saisonarbeiter aus anderen europäischen Ländern.