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10.02.2026
07:57 Uhr
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Die Satellitenfirma SpaceX von Elon Musk entzieht russischen Einheiten den Zugang zum Internet in der Ukraine. Ein richtiger Schritt, der allerdings viel zu spät kommt.

Geht doch, möchte man rufen. Hätte die Nachricht nicht einen bitteren Beigeschmack. Ende vergangener Woche hat das US-Unternehmen SpaceX endlich seine Starlink-Terminals in der Ukraine für sogenannte nicht autorisierte Nutzer gesperrt. Das klingt etwas kryptisch. Doch die Entscheidung könnte potenziell sehr weitreichende Folgen für den Krieg in der Ukraine haben. Starlink heißt das Satellitennetzwerk von SpaceX, das weltweit Zugang zum Internet bietet. Und mit "nicht autorisierten Nutzern" sind in diesem Fall russische Soldaten gemeint, die seit Jahren Starlink nutzen, um entlang der Frontlinie eben stabiles Internet zu haben. Seit Kurzem allerdings müssen alle Terminals in der Ukraine über die nationale Verwaltungs-App Dija, die Armeeanwendung Delta oder über die Bürgerämter des Landes registriert werden. Geschieht das nicht, verwandelt sich der Satellitenempfänger in ein teures Stück Elektroschrott, zumindest solange er sich auf ukrainischem Territorium befindet. Genau das passierte wohl mit unzähligen Starlink-Geräten auf der russischen Seite der Front in den vergangenen Tagen.