Zeit 14.02.2026
15:03 Uhr

(+) Rüstungs-Start-ups: Hört Deutschland den Schuss?


Die Bundesregierung will Milliarden für Verteidigung ausgeben. Deutsche Rüstung-Start-ups würde gerne etwas davon abbekommen – aber warten auf Aufträge.

(+) Rüstungs-Start-ups: Hört Deutschland den Schuss?
Wenn es derzeit um neue Strategien für Deutschland geht, ist Moritz Schularick nicht weit. Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft lieferte Olaf Scholz wirtschaftliche Argumente für die Zeitenwende nach der russischen Invasion in die Ukraine. Für Friedrich Merz entwarf der Ökonom gemeinsam mit Kollegen das Konzept, das zum Infrastruktur-Sondervermögen und vor allem zu nahezu unbegrenzten Verteidigungsausgaben führte. Doch nun kritisiert Schularick die Bundesregierung scharf. Er sagt: "Wir sind auf einem Kurs, auf dem wir zwei-, wenn nicht dreistellige Milliardenbeträge verschwenden." Die Rüstungsmilliarden könnten "das eigentliche Konjunkturprogramm" sein, wenn sie denn für Technologie made in Germany ausgegeben würden. Er hält sie sogar für einen Hebel, um im großen Stil Industriearbeitsplätze zu bewahren, die derzeit durch hohe Energiepreise, die Konkurrenz aus China und durch Donald Trumps Handelskrieg zum Abbau verdammt sind.