|
31.01.2026
09:30 Uhr
|
Kängurus sind Meister im Weitspringen. Konnten das auch ihre dreimal so schweren Vorfahren?

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 05/2026. Selbst das gewöhnlichste Känguru ist ein Rätsel, eine seltene Ausnahme. Außer ihm und den kleineren Wallabys gibt es ansonsten keine Tiere, die mehr als vier Kilogramm wiegen und sich im Normalfall hüpfend fortbewegen. Die Körperfülle verunmöglicht den meisten, was für Springmaus, Grasfrosch und Heuschrecke einfach ist. Von den zeitgenössischen Hüpfern ist das Rote Riesenkänguru der allerschwerste; es wiegt bis zu 90 Kilogramm. Dass es seine Langdistanzen nicht rennend wie andere Säugetiere hinter sich bringt, ist erstaunlich. Denn sich mit zwei Beinen gleichzeitig springend fortbewegen oder – wie das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache diese Bewegungsart erklärt – "in kleinen Sprüngen laufen" gilt gewichtigen Erdenbewohnern als maximale Ressourcenverschleuderung. Das kennen wir selbst vom Sport. Als Kind hüpft man noch freiwillig. In die Jahre gekommen, ist es eine Tortur, im After-Work-Training mit Sprungfedertechnik zwanzig Meter hinter sich zu bringen.