Zeit 17.02.2026
08:26 Uhr

(+) Ricotta-Zitronen-Gnudi: Ohne Hülle, aber in Fülle


Sind es die Füllungen von Ravioli? Oder eher Ricotta-Gnocchi? Unsere Autorin sagt: Es sind Gnudi – und verrät, wie die Nocken sicher gelingen. Weniger Mehl ist hier mehr.

(+) Ricotta-Zitronen-Gnudi: Ohne Hülle, aber in Fülle
Ich habe Gnudi bei meiner Schwiegermutter in Norditalien kennengelernt. Die "nackten Ravioli", wie sie auch genannt werden, ähneln der Füllung von Teigtaschen, nur ohne Hülle. Meine Schwiegermutter bezeichnet sie schlicht als Ricotta-Gnocchi: Nocken, die hauptsächlich aus dem italienischen Frischkäse bestehen. Für mich sind es eher Ricotta-Wolken. Sie werden zwar auch mit Mehl gebunden, aber nur so viel wie nötig. Das macht das Rezept zu einem kleinen Experiment. Ich habe einige Varianten getestet – mit verschiedenen Mehlsorten, glutenfrei mit Klebreismehl oder auch mit Spinat. Am Ende kommt es darauf an, wie viel Wasser im Ricotta enthalten und wie fein das Mehl gemahlen ist. Daher empfehle ich für den Start die Variante mit weniger Mehl – mehr hinzugeben kann man immer noch. Als Test also eine Nocke formen und sie in leicht siedendes Wasser geben. Hält sie zusammen, braucht der Teig nicht mehr Mehl, löst sie sich etwas auf, kann man es mit etwas mehr davon versuchen.