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21.12.2025
09:14 Uhr
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Der Schauspieler Ricky Schroder verkörperte einst als Kinderstar die hellste Moral. Im Ringen mit seiner eigenen Kindheit verliert er sich heute in CIA-Verschwörungen.

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 51/2025. Der kleine Lord (55) trägt Hoodie und Baseballmütze und die Hand im Gips, weil eine seiner Kühe ihn getreten hat. Ricky Schroder sitzt vor seiner Ranch in Grand Junction, Colorado, an einem Gartentisch unter blauem Wüstenhimmel, nah genug am Haus, dass das WLAN für das Zoom-Interview noch ausreicht. Mit seinem offenen Lächeln hat er immer noch etwas von dem Kinderstar an sich, der mit blondem Pagenkopf und reiner Herzensgüte die Menschen als Little Lord Fountleroy verzauberte. Beziehungsweise wirkt er so, wie man sich den kleinen Lord 45 Jahre später vorstellt, ein bisschen breiter, mit Falten und Furchen im Gesicht, die Haare nicht ganz so lang und einen Tick dunkler. Dann erzählt Schroder, der Ex-Kinderstar, davon, dass er wohl damals Teil eines Programms gewesen sei, ein Werkzeug, ein "Asset", benutzt für die Zwecke einer Macht, die er noch nicht genau benennen kann, der er aber auf der Spur ist.