Zeit 19.02.2026
07:55 Uhr

(+) Rekrutierung für Russland: Kanonenfutter aus Nairobi


Mit Lügen und Gewalt rekrutiert die russische Kriegsmaschine in Afrika Kämpfer für die Front zur Ukraine. Glück hat, wer überlebt und in ukrainische Gefangenschaft kommt.

(+) Rekrutierung für Russland: Kanonenfutter aus Nairobi
Vielleicht war das Angebot unwiderstehlich. Vielleicht wollte er gern Soldat werden. Vielleicht hielt er Wladimir Putin tatsächlich für einen Staatschef, der an der Seite Afrikas steht. Vielleicht wurde Clinton Mogesa auch einfach in eine Falle gelockt. Fragen kann man ihn nicht mehr. Der Kenianer starb Anfang dieses Jahres in Donezk im Osten der Ukraine. Bei einem "meat assault". So heißen Angriffe der russischen Armee, bei denen unerfahrene Soldaten ins Feuer der ukrainischen Verteidiger geschickt werden, um nachrückenden, besser ausgebildeten Einheiten den Vormarsch zu erleichtern. So jedenfalls schilderten es die ukrainischen Soldaten, die seinen Leichnam gefunden hatten. Ein Foto von Mogesa kurz vor seinem Tod zeigt ihn in russischer Uniform, ein Sturmgewehr in den Händen. Unter dem schiefen Helm ein ernstes, rundliches Gesicht.