Zeit 11.12.2025
18:10 Uhr

(+) Reform der Pflegeversicherung: Notfalltelefone, "Pflege-Riester" – und das Wichtigste vertagt


Nicht mal sechs Monate hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung beraten. Einiges könnte sofort helfen. Doch das meiste bleibt unklar.

(+) Reform der Pflegeversicherung: Notfalltelefone,
Wie wäre es, wenn man bei eintretender Pflegebedürftigkeit genau wüsste, wie teuer es wird – weil die bisher stetig steigenden Eigenanteile fest begrenzt sind? Was fast zu gut klingt, ist eine Idee, die in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform der Pflegeversicherung diskutiert wurde. Eine andere: eine Art verpflichtender Pflege-Riester, also eine private Zusatzversicherung. Denn dass es beim Teilleistungssystem der gesetzlichen Pflegeversicherung bleiben wird, die Pflegekasse immer nur einen Teil der Pflegekosten übernehmen wird, darüber besteht zwischen Bund und Ländern Einigkeit. Dies ist einer der wenigen Punkte, die zwischen CDU/CSU und SPD in der Pflege-Frage unstrittig sind. Über alles andere wird debattiert und die andere Seite im Zweifel einfach blockiert, berichten Insider aus den Diskussionen der Arbeitsgruppe, die eigentlich konkrete Vorschläge für eine Reform der sozialen Pflegeversicherung erarbeiten sollte. "Knackpunkt der Reform ist und bleibt eine nachhaltige Finanzierung des Systems", sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bei der Vorstellung der Ergebnisse der Beratungen in Berlin.