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23.01.2026
16:30 Uhr
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Die Quantenwelt folgt anderen Regeln als unser Alltag. Aber nur im Kleinen. Nun haben Physiker den Zustand der Katze mit Tausenden Atomen nachgestellt – ein neuer Rekord.

Seit Jahrzehnten versuchen Physikerinnen und Physiker, Schrödingers Katze in ihr Labor zu bringen. Ähnlich wie im berühmten Gedankenexperiment von Erwin Schrödinger möchten Fachleute ein möglichst großes Objekt dazu bringen, den seltsamen Regeln der Quantenmechanik zu folgen. Dabei hat ein Team um den Physiker Markus Arndt von der Universität Wien einen weiteren Erfolg vermeldet. Im Experiment verhielten sich Nanoteilchen, bestehend aus mehr als 7000 Atomen, wie eine Welle – unter anderem ließ sich ihnen keine eindeutige Position mehr zuordnen. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" berichten, kann man mit diesen Ergebnissen die Quantenmechanik und ihre Alternativen auf die Probe stellen. "Dieser Welle-Teilchen-Dualismus wurde häufig bei mikroskopisch kleinen Teilchen wie Elektronen, Neutronen und Atomen beobachtet, aber ob er auch bei makroskopischen Objekten auftreten kann, ist nach wie vor Gegenstand lebhafter Debatten", schreibt der Physiker Tim Kovachy von der Northwestern University, der nicht an der aktuellen Studie beteiligt war, in einem begleitenden "Nature"-Artikel.