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20.01.2026
18:14 Uhr
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Weil sie an einer drastischen Protestaktion vor der Blauen Moschee in Hamburg teilnahmen, stehen zwei Exil-Iraner vor Gericht. Sie berufen sich auf die Meinungsfreiheit.

Wie viele Menschen bereits bei den aktuellen Protesten gegen das Regime im Iran starben, kann niemand genau sagen. 5000 Tote gibt es bisher nach Angaben des islamischen Regimes, 16.000 nach Aussagen der Opposition. Von Leichenbergen ist die Rede, von Hinrichtungen, von den sogenannten Revolutionsgarden, die plötzlich das Feuer auf friedliche Demonstrierende eröffnet haben sollen. Und während all das geschieht, sitzen die Iranerin Jasmin M. und der Iraner Reza K. am Montagmorgen in Hamburg vor Gericht. Sie ist 36 Jahre alt, er ist 75. Beide sind in Hamburg im Exil. Sie sind vor Jahren nach Deutschland geflohen, um ihr Leben zu retten, wie sie sagen. Ihren Protest gegen das totalitäre Mullah-Regime haben sie hier in Hamburg fortgesetzt. Das hat sie jetzt als Angeklagte vor das Amtsgericht Hamburg-St. Georg gebracht.