Zeit 21.01.2026
16:50 Uhr

(+) Proteste im Iran: Gegen die Unschärfe


Der Iran bleibt abgeschottet. Einem Fotografen aus Teheran gelang es dennoch, der ZEIT Fotos der Proteste zuzusenden. Sie zeigen Gewalt und Verzweiflung.

(+) Proteste im Iran: Gegen die Unschärfe
Nur ein kurzer Gruß steht dabei und der Satz: "Bitte antworte nicht an diese Nummer." Die Fotos aus dem Iran, die wir auf dieser Seite zeigen, erreichten die ZEIT vor wenigen Tagen über den Messenger-Dienst Telegram. Der Absender ist anonym, der Gruß und der Charakter der Bilder aber lassen mit großer Sicherheit darauf schließen, dass es die Aufnahmen eines iranischen Reporters sind, den die ZEIT gut kennt. Erkennbar stammen sie aus Teheran. Plötzlich rückt die Stadt ganz nah. Die massiven Proteste im Iran liegen zu diesem Zeitpunkt eine Woche zurück. Das Land ist bis heute fast vollständig abgeschottet. Die Internetverbindung ins Ausland ist gekappt. Iraner können im Ausland anrufen, aber nur über offene Leitungen – die Behörden hören mit. Es gibt wenige, technisch aufwendige Schlupflöcher, um kleine Datenmengen zu übertragen, zum Beispiel durch Sondereinstellungen bei Telegram. So haben uns die Fotos erreicht.