Zeit 10.12.2025
16:33 Uhr

(+) "Prange – Man ist ja Nachbar": Mit Liebe gemacht


Verknallt im Baumarkt und ein Papagei, der "Pimmel" krächzt: Mit "Prange – Man ist ja Nachbar" ist der ARD ein hanseatisch-schöner Weihnachtsfilm geglückt.

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Hamburg ist ein Geisteszustand. Regen, Backstein, Barmbek. Sechs Grad im November. Der schnarrende Dialekt, die schlechte Laune, die strategische Langsamkeit, im Denken wie im Handeln. Melancholie und Misanthropie sind hier manchmal nur schwer zu unterscheiden. Einsamkeit ist das Ergebnis. Hier lebt Prange, Ralf Prange, Ralfi, wie seine Schwester ihn nennt, die einzige Frau in seinem Leben. Er ist bockig, bärtig und allein. Arbeiten muss er nicht mehr, weil er schon Mitte, Ende der Neunziger "in Windkraft gemacht" hat. Aber die viele freie Zeit ist auch ein Problem. Prange hat einen Papagei, der genauso menschenmüde ist wie er. "Das wird nix" ist Pranges Lebensmotto.