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03.03.2026
20:20 Uhr
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Die Grünen planen eine überfällige Reform ihrer Partei. Den wichtigsten Fragen aber weichen sie weiterhin aus.

Die Grünen geben sich gern als die Veränderungspartei schlechthin im deutschen Parteienspektrum. Lautete ihr wichtigster Claim doch lange "Mut zur Veränderung". Mitunter wirkten sie gar übermütig, setzten sich, wie zuletzt in der Ampelregierung, dem Vorwurf aus, so viele Wenden und Transformationen gleichzeitig zu initiieren, dass sie damit ihre immer gemäßigteren Wählerinnen und Wähler verprellen. Im Inneren der Partei ist der Mut zur Veränderung weniger ausgeprägt. Hier wirkten in den vergangenen Jahren starke Beharrungskräfte, die jene mitunter reichlich unübersichtlichen Gremienstrukturen aus den Gründungsjahren einer Basispartei samt aufwendigen Quotierungen, Flügelproporzen und der Trennung von Amt und Mandat bis zum heutigen Tag bewahrten. Auch wenn man sich damit vor allem das Regieren selbst häufig schwer machte.