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07.03.2026
10:55 Uhr
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Einer will den Gold-Hattrick, eine ist schon zum fünften Mal dabei, und einer macht eigentlich Taekwondo. Diese acht Sportler werden bei den Paralympics wichtig.

Sie war schon erfolgreich bei Paralympischen Sommer- und Winterspielen. Oksana Masters hat insgesamt neunmal Gold geholt, dazu siebenmal Silber und dreimal Bronze. Zuletzt in Paris auf dem Rad: Masters gewann sowohl im Einzelzeitfahren als auch im Straßenrennen. Sport sei für sie nicht nur Leidenschaft, sondern auch Therapie, sagt die in der heutigen Ukraine geborene Masters. Sie kam 1989 mit verkrüppelten, ungleich langen Beinen zur Welt, an den Händen fehlen die Daumen – vermutlich sind ihre Behinderungen auf die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zurückzuführen. Ihre Eltern waren überfordert, gaben das Kind ins Waisenhaus. Masters berichtet, dass sie dort misshandelt wurde und hungern musste. Mit sieben Jahren holte eine US-Amerikanerin sie zu sich. In den USA mussten Masters beide Beine amputiert werden, wegen der anhaltenden Schmerzen. Als Teenagerin entdeckte sie den Sport für sich: erst das Rudern, später das Rad- und Skifahren. Deshalb tritt sie für die USA an und nicht ihr Geburtsland, auch wenn sie dem immer verbunden bleibt und sich für die Aufklärung von Missbrauchsfällen in Waisenhäusern einsetzt.