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29.11.2025
16:00 Uhr
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Kirche und Islam haben ein schwieriges Verhältnis. Bei seinem Besuch in Istanbul ist der Papst entschlossen, das zu ändern. Das zeigt auch sein Umgang mit heiklen Themen.

Papst Leo XIV. läuft auf weißen Strümpfen durch die Blaue Moschee von Istanbul. Wie jeder Tourist hat der mächtigste Mann der Christenheit in diesem Heiligtum der Muslime seine schwarzen Priesterschuhe am Eingang zurücklassen müssen, als Zeichen des Respekts. Im Inneren des herrlichen Bauwerks aus dem 17. Jahrhundert, das lange die Hauptmoschee der Stadt war, dämpfen Teppiche die Schritte des Papstes und seiner Begleiter; 260 Fenster aus buntem Glas tauchen den nahezu quadratischen Raum in farbig-gesprenkeltes Licht. Zu dem überirdischen Eindruck tragen auch die mehr als 20.000 Wandkacheln aus Iznik bei, auf denen blaue und grüne Farbtöne dominieren.