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19.01.2026
10:53 Uhr
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Die Pappelallee in Halle an der Saale ist ein Flickenteppich. Weil seit Jahren nichts passiert, sanieren die Anwohner sie notdürftig selbst.

Die Wohnhäuser in der Pappelallee im Süden von Halle sind so gewöhnlich, dass sie kaum im Gedächtnis bleiben. Willkommensmatten vor der Tür, Gärten, Kombis in der Auffahrt. Ein bürgerliches Arrangement, das Ordnung verspricht. Wäre da nicht die Straße an sich, ein Patchwork aus Asphalt, Schotter und Kies. Ein Klimt in Grautönen auf 700 Metern. Daneben Gehwege mit Höhenprofilen, die an Toblerone-Riegel erinnern. Pappeln hingegen, die der Straße ihren Namen geben, sind kaum zu sehen, genau wie jene Anwohner, über die die Mitteldeutsche Zeitung kürzlich berichtete; Bürger, die nicht auf Stadt und Staat und rollende Bagger warten, sondern selbst an ihrer maroden Straße herumflicken – seit Jahren.