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18.01.2026
16:46 Uhr
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In Deutschland nehmen viel weniger Frauen eine PDA in Anspruch als in den Nachbarländern. Viel sinnloser Schmerz, findet die Geburtsmedizinerin Tanja Groten.

Im Jahr 2024 nahm nur jede fünfte Frau, die ein Kind gebar, eine sogenannte Periduralanästhesie (PDA) in Anspruch, bei der Betäubungsmittel in den unteren Teil der Wirbelsäule gespritzt werden, um das Schmerzempfinden in bestimmten Körperregionen zu verringern. In Frankreich und Spanien wählen hingegen 80 Prozent der Gebärenden die PDA. Warum verzichten so viele Frauen auf Betäubung, und ist das ein Problem? Dazu befragen wir die Gynäkologin Tanja Groten, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Geburtsmedizin Köln. DIE ZEIT: Ist für Sie der geringe Anteil von Frauen, die sich bei der Geburt mit einer PDA helfen lassen, überraschend?