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23.02.2026
07:36 Uhr
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Seit gut einem Jahr regieren die M23-Rebellen in Ostkongo. Wer nicht spurt, muss Gewalt, Haft oder Tod fürchten. So sieht der Alltag im Land heute aus.

"Um drei Uhr nachts habe ich die Wehen gespürt. Aber ich habe mich nicht getraut, ins Krankenhaus zu fahren", erzählt Malaika Mumbere. Ihren richtigen Namen will sie nicht öffentlich lesen, wie alle, die hier zu Wort kommen. Mumbere lebt im Ostkongo, wo die selbst ernannte Bewegung des 23. März weite Teile der rohstoffreichen und fruchtbaren Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu besetzt. Die Miliz, auf Französisch kurz M23, schleust ihre Leute als Bürgermeister, Gouverneure, Richter und Aufpasser für jeden Straßenzug ein. Wer sie kritisiert, lebt gefährlich.