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22.02.2026
08:06 Uhr
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Der Verleger Holger Friedrich hat eine Zeitung für den Osten gegründet. Und scheint zu glauben: Ostdeutschsein ist eine Frage der Haltung. Das liest man seiner "OAZ" an.

Erst mal: Es ist eine ziemlich gute Idee, in den Journalismus im Osten zu investieren. Das weiß jeder, der öfter mal die traurigen Lokalausgaben der ostdeutschen Tageszeitungen liest oder sich mit deren Redakteurinnen und Redakteuren unterhält. Gut, das sieht im Westen an manchen Orten nicht anders aus. Aber es ist schon bitter: Ausgerechnet dort, wo die Demokratieskepsis am größten ist, im Osten, erfährt man oft auf lokalen Facebook-Seiten und in der WhatsApp-Gruppe des Sportvereins mehr als in der Lokalpresse. Politische Meinung gibt es vielerorts frei Haus, in kostenlosen Anzeigenblättchen, die halbseidene, manchmal rechtsradikale Verleger in hoher Auflage verbreiten.