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03.03.2026
17:03 Uhr
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Der Comedian Oliver Polak gilt als härter, böser, obszöner als seine Kollegen. Jetzt will er etwas Neues probieren: Geht Comedy für ihn auch ohne Schmerz?

Oliver Polak sitzt auf der Bühne im Stricker, einer Disco in Dörpen im Emsland, Amerika-Bilder an der Wand, Bonanza-Bar im Keller, hält das Mikrofon in der Hand und beginnt zu schwitzen. Sein Therapeut, sagt Polak, habe ihn einmal gebeten, sich an einen Moment in seinem Leben zu erinnern, in dem er sich völlig geborgen fühlte. Polak sagt, ihm sei sofort der Zirkus eingefallen. Der Geruch von Sägespänen, das Scheinwerferlicht, die Akrobaten in der Manege. Dieses Bild, habe der Therapeut gesagt, solle er immer dann vor seinem inneren Auge abspielen, wenn die Gedanken wieder zu kreisen beginnen und die Angst kommt.