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23.02.2026
17:42 Uhr
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Oliver Baumann wird bei der Fußball-WM wohl Nationaltorhüter. Seine Heimat hat er als Profi nie verlassen. Hier erzählt er, wie der Tod des Vaters ihn zum Kämpfer machte.

DIE ZEIT: Herr Baumann, eine Fußballweisheit besagt: Linksaußen und Torhüter ... Oliver Baumann: (lacht) ... haben einen an der Waffel! ZEIT: Was stimmt demnach mit Ihnen nicht? Baumann: Ganz normal, glaube ich, bist du nicht, wenn du dich freiwillig ins Tor stellst, wenn’s dann bei einem Schuss aus nächster Nähe auch noch richtig wehtut – aber du bist einfach nur glücklich, weil der Ball nicht drin ist. In die Richtung geht wohl mein Wahnsinn. ZEIT: Verglichen mit den Marotten anderer Spitzentorhüter – wir erinnern an die Ausraster Jens Lehmanns oder Oliver Kahns –, klingt das gemäßigt. Überhaupt ist wenig über Sie bekannt. Freut Sie das, oder muss Sie das insgeheim beunruhigen?