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23.12.2025
09:02 Uhr
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Ständig wird die Ökokatastrophe heraufbeschworen. Das nützt niemandem. Es erschwert den Blick auf die vielen Erfolge. Was die Psychologie gegen Untergangsstimmung rät.

Wie würden Sie in der folgenden Situation handeln? Alle Nachrichtenkanäle verkünden, dass die Erde von einer außerirdischen Spezies übernommen und die Menschheit ausgelöscht werden wird. Diese Fremden sind uns technologisch Lichtjahre voraus und damit kaum zu schlagen – allerdings erreichen sie die Erde erst in 400 Jahren. Menschen, die heute leben, werden von der Katastrophe also nicht betroffen sein und auch nicht deren Kinder. Was wie ein Plot aus einem Science-Fiction-Roman klingt, ist auch einer: die Trisolaris-Trilogie des chinesischen Autors Cixin Liu. Ein Spiel mit Angst und Hoffnung, das zeigt, wie wichtig die Zukunft, oder was man dafür hält, für die psychische Gesundheit ist: Viele Menschen in Lius Erzählung verlieren, kurz nachdem die Sache mit den Aliens bekannt wird, die Zuversicht. Sie feiern opulente Partys oder werden krank beim Versuch, die Bedrohung einfach zu ignorieren. Und immer wieder stellt sich die eine Frage: Wie verhält man sich richtig, um an der Zukunft nicht irre zu werden?