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04.02.2026
20:36 Uhr
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Seit Jahresbeginn sind in Hamburg 15 Obdachlose gestorben. Das macht deutlich, wo das Winternotprogramm an Grenzen stößt – und wie die Stadt strukturell versagt.

Fünfzehn. 15 Obdachlose sind dieses Jahr in Hamburg gestorben. In einem Jahr, das erst einen Monat alt ist. Keiner der Toten wurde obduziert, woran genau sie starben, ist daher nicht geklärt. Unter den 13 bisher identifizierten Menschen sind fünf Deutsche, sieben Osteuropäer und ein Syrer. Drei von ihnen starben draußen im Freien – darunter ein 59-Jähriger, der Mitte Januar tot in einem verschneiten Zelt an der Alster lag. Zwei starben in Wohnungen und jeweils vier in Notunterkünften und Krankenhäusern – so wie der 48-Jährige, der kurz nach Neujahr bewusstlos im Freien aufgefunden und in die Uniklinik eingeliefert worden war.