Zeit 05.02.2026
14:16 Uhr

(+) Nordische Kombination: Die letzte Chance für eine Traditionssportart


Zu eintönig, zu europäisch: Bei Olympia steht die Nordische Kombination, also die Mischung aus Skispringen und Langlaufen, vor dem Aus. Auch, weil Frauen fehlen.

(+) Nordische Kombination: Die letzte Chance für eine Traditionssportart
Seit den ersten Winterspielen, 1924 in Chamonix, ist die Nordische Kombination im Programm. Die Mischung aus den beiden völlig unterschiedlichen Sportarten Skispringen und Langlaufen setzt Wagemut in der Luft und viel Ausdauer in der Loipe voraus. Doch diese Attribute gelten auch für andere peppigere, jüngere Formate, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) längst für sich entdeckt hat. Weshalb es nun eng wird für die Kombination. Die Winterspiele sieht das IOC inzwischen auch in Konkurrenz zu Extremsportveranstaltungen wie den X-Games, die dauerhaft in Aspen (USA) stattfinden. Die ziehen ein eher auf Action schielendes Publikum an. Ein wenig von diesem X-Faktor hat das IOC auch bei seinen 25. Winterspielen in Mailand und Cortina im Programm. Dort mischt sich Klassisches wie Biathlon, Bob, Rennrodeln und Eiskunstlaufen mit den Akrobatikeinlagen beim Big Air, einer Art Katapultspringen mit mehrfachen Salti und Schrauben, dem Buckelpistenfahren und Kunststücken in der Halfpipe oder im Slopestyle, einem Hindernisparcours. Und dort gewinnt dann auch mal ein Sportler aus dem nicht gerade als Wintersportnation geltenden Australien die Goldmedaille. Das kommt dem IOC entgegen, das ein möglichst globales Sportfest anstrebt.